Am 12. Dezember 2025 hat der Bundesrat die aktualisierte Digital Switzerland Strategy für 2026 verabschiedet – und damit die Prioritäten für das laufende Jahr gesetzt. Die Strategie bleibt das zentrale Steuerungsinstrument für die digitale Transformation in der Schweiz und legt drei klare Schwerpunkte fest: digitale Souveränität, Schweiz als digitaler Host State und die Einführung der elektronischen Identität (e-ID).
Warum das KI-relevant ist
- Digitale Souveränität steht ganz oben: Die Schweiz will Abhängigkeiten von ausländischen Tech-Giganten reduzieren und eigene, vertrauenswürdige Infrastrukturen stärken – genau das, was Projekte wie Apertus (das Schweizer Open-Source-LLM) vorantreiben. 2026 soll Apertus weiter verbessert werden, mit Fokus auf benutzerfreundliche Features und spezialisierte Modelle (z. B. für Medizin).
- KI wird als Querschnittsthema explizit genannt: Die Strategie sieht KI als Treiber für Innovation, Produktivität und öffentliche Dienste – bei gleichzeitiger Sicherstellung von Ethik, Transparenz und Datenschutz (DSG-konform).
- e-ID & KI: Die neue e-ID (geplant für 2026/27) soll mit KI-gestützter Identitätsprüfung und Fraud-Detection kombiniert werden – ein Praxis-Beispiel für souveräne KI-Nutzung.
Aktueller Stand & Ausblick Die Strategie ist in einem öffentlichen Aktionsplan zusammengefasst, der laufend aktualisiert wird. Die Schweiz setzt bewusst auf einen schlanken, sektor-spezifischen Ansatz statt einem EU-ähnlichen AI Act – mit Ratifizierung der Europarat-KI-Konvention als Basis. Das schafft Raum für Innovation, während Risiken kontrolliert werden.
Für KMU & Freelancer in der Schweiz Das bedeutet: Mehr Unterstützung für lokale KI-Tools, bessere Datensouveränität und Chancen in Bereichen wie Medtech, Fintech und Cleantech – aber auch Verantwortung, KI ethisch und compliant einzusetzen.
Was denkst du – ist die Schweiz mit ihrem souveränen Ansatz auf dem richtigen Weg? Oder braucht es mehr Regulierung? Schreib in die Comments!
